Zu Beginn des Jahres sah sich einer unserer Kunden mit einer Situation konfrontiert, die sich kein Supply-Chain-Verantwortlicher wünscht.
Mehrere Störungen trafen gleichzeitig ein:
• Eine plötzliche Änderung im OEM-Portfolio führte zu Instabilität in der Planung
• Eine nicht funktionsfähige SAP-Implementierung verursachte fehlerhafte und fehlende Systemdaten
• Ein Cyberangriff bei einem Tier-1-Lieferanten störte zusätzlich die Informationsflüsse
Das Ergebnis?
Die Produktions- und Lieferplanung brach zusammen.
Kein zuverlässiger Status zum Auftragseingang.
Fehlerhafte Daten im System.
Keine funktionierende EDI-Automatisierung.
Falsche ASNs.
Und Dispatch-Operationen, die fast vollständig manuell liefen.
Sendungen verzögerten sich, Lkw warteten stundenlang, und die Kommunikation zwischen den Beteiligten brach zunehmend zusammen.
An diesem Punkt trat KCG auf den Plan.
Die Situation schnell stabilisieren
Anstatt darauf zu warten, dass die Systeme repariert werden, konzentrierten wir uns zunächst auf die operative Kontrolle.
Innerhalb weniger Stunden stellten wir ein 24/7 Dispatch-Control-Team vor Ort auf, das sieben Tage die Woche arbeitete, um wieder Transparenz und Struktur in den Versandprozess zu bringen.
Unser Ansatz umfasste:
✔ Aufbau einer vollständigen Dispatch-Kontrollstruktur von Grund auf
✔ Einführung transparenter Berichterstattung alle 2 Stunden zum Lkw-Status
✔ Einführung täglicher KPI-Reports zur Überwachung der operativen Leistung
✔ Aufbau klarer Eskalations- und Kommunikationskanäle intern und extern
✔ Physische Überwachung der Beladung und der Lkw-Abfahrten auf dem Shopfloor
Da die Systemtransparenz unzuverlässig war, ergänzten wir eine zusätzliche Kontrollebene:
• Direkte stündliche Kommunikation mit den Fahrern
• Implementierung eines parallelen GPS-Trackings
• Physische Verifizierung der Sendungen beim Verlassen des Werks
Diese Kombination aus digitalem Tracking, operativer Präsenz und kontinuierlicher Kommunikation ermöglichte es uns, die Kontrolle über den Logistikfluss zurückzugewinnen.
Der Effekt
Innerhalb kurzer Zeit stabilisierte sich der Betrieb und die Performance verbesserte sich deutlich:
📦 Vollständige Kontrolle und Überwachung aller Sendungen innerhalb von 24 Stunden
📦 Mehr als 75 zusätzliche Sendungen pro Woche nach Projektstart abgewickelt
📉 50 % Reduzierung der Sonderfrachtkosten innerhalb von nur 1,5 Monaten
⏱ Reduzierung der Lkw-Wartezeiten von über 6 Stunden auf weniger als 2 Stunden
📊 Einführung eines KPI-Systems zur Sendungsverfolgung
🚛 Erhöhung der Dispatch-Kapazität durch Öffnung eines zusätzlichen Verladetors
📍 Einführung eines GPS-Trackingsystems mit ca. 80 % Einsatzbereitschaft trotz Gerätebeschränkungen
Was dieser Fall zeigt
Wenn Lieferketten mit mehreren gleichzeitigen Störungen konfrontiert sind, liegt die Lösung selten nur in Technologie.
Den Unterschied machen:
• Operative Führung vor Ort
• Transparenz in Echtzeit
• Strukturierte Eskalationsprozesse
• Disziplinierte Umsetzung in jedem Schritt des Dispatch-Prozesses
Manchmal ist der schnellste Weg zur Stabilisierung eines Systems, die Kontrolle über die operative Abwicklung selbst zu übernehmen.
Wenn Ihr Unternehmen mit instabiler Disposition, mangelnder Transparenz oder Logistikkrisen zu kämpfen hat, tauschen wir uns gerne über Erfahrungen aus.
